
Zell am See hat ein Luxusproblem: zu viel Schönes auf zu wenig Raum. Links der türkise Zeller See, rechts die Schmittenhöhe, dahinter ein Gletscher auf über 3000m – und mittendrin eine Altstadt, in der du zwischen zwei Espressi tausend Jahre Geschichte streifst.
Dieser Guide sortiert das für dich: die 15 besten Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in Zell am See – kuratiert von THE GANG. Inklusive der Fragen, die wirklich zählen: Wann hin? Wie lange? Und wie sparst du dir die Warterei?
Der See ist nicht Kulisse, der See ist Programm. Rund vier Kilometer türkisblaues Wasser, keine sechs Gehminuten vom Hotel: morgens spiegelglatt, mittags Badeplatz, abends die beste Lichtstimmung des Tages.
¡ THE GANG-Tipp: Die Sehenswürdigkeit mit der besten Aussicht auf Zell am See liegt gar nicht in Zell am See – sondern gegenüber in Thumersbach. Von dort bekommst du Stadt, See und Kitzsteinhorn in ein einziges Bild.
Wer den Zeller See lieber entspannt im Sitzen genießt, kommt bei einer Panorama-Rundfahrt voll auf seine Kosten: Die MS Schmittenhöhe dreht von der Esplanade aus ihre regelmäßigen Runden über das Wasser.
Rauf mit der Bahn, runter mit dem Grinsen. Die Schmittenhöhe ist der Zeller Hausberg – und die vielleicht bekannteste Adresse der Region. Auf einer Höhe von 1.965 Metern gelegen, gilt sie als wahrer Allrounder in den Salzburger Alpen und wird aufgrund ihrer vielen Sonnentage auch als das „Sonnenkind“ der Alpen bezeichnet. Oben wartet ein atemberaubendes 360°-Panorama auf mehr als 30 Dreitausender, bei dem du einen grandiosen Ausblick auf den Zeller See, die Stadt Zell am See sowie auf majestätische Riesen wie den Großglockner genießen kannst. Egal ob im Sommer als Himmelsleiter für Wanderer oder im Winter als sonniges Skiparadies mit 77 Pistenkilometern – dieser Berg zieht Sportler, Familien und Genießer gleichermaßen an.
¡ THE GANG-Tipp: Sonnenaufgang am Gipfel. Frühaufsteher werden belohnt!
Acht Kilometer weiter beginnt eine andere Liga. Mit den Seilbahnen geht es durch mehrere Klimazonen hinauf auf 3.029 Meter – ganzjährig geöffnet und der höchste öffentlich zugängliche Punkt im Salzburger Land. Dank technischer Höchstleistungen schwebt man bequem mit den Gondeln von Kaprun aus über den Maiskogel bis zum Kitzsteinhorn empor. Während dieser rund zwölf Kilometer langen Panoramafahrt lässt sich hautnah beobachten, wie sich die grüne Landschaft schrittweise in eine hochalpine Wunderwelt aus Fels und ewigem Eis verwandelt.
Oben angekommen wartet die spektakuläre Erlebniswelt der Gipfelwelt 3000, die direkt an das größte Schutzgebiet der Alpen, den Nationalpark Hohe Tauern, grenzt. Die frei schwebende Panorama-Plattform „Top of Salzburg“ bietet einen atemberaubenden 360°-Ausblick auf ein gigantisches Gipfelmeer, bei dem die mächtigsten Riesen Österreichs – allen voran der Großglockner und der Großvenediger – zum Greifen nah auf Augenhöhe erscheinen. Ein weiteres Highlight ist die „Nationalpark Gallery“: Ein 360 Meter langer Stollen führt durch das mystisch beleuchtete Innere des Berges vorbei an interaktiven Info-Stationen über Kristalle, Tauerngold und Permafrost direkt zu einer zweiten Aussichtsplattform, die spektakulär über die steil abfallende Südflanke des Kitzsteinhorns hinausragt.
Abgerundet wird das alpine Abenteuer durch das „Cinema 3000“, das auf einer acht Meter breiten Leinwand einen faszinierenden, preisgekrönten Naturfilm über die Magie der Hohen Tauern zeigt, sowie durch das höchstgelegene Restaurant Salzburgs, das kulinarischen Hochgenuss vor riesigen Panoramafenstern verspricht. Im Hochsommer zieht die beliebte ICE ARENA mit ihren Schneerutschbahnen und einem echten Schneestrand Familien und Schneehungrige an. Da die Luft in dieser extremen Höhe deutlich dünner ist, empfiehlt es sich, die Erkundungstour in Ruhe zu genießen und für den Ausflug mindestens einen halben oder ganzen Tag einzuplanen.
¡ THE GANG-Tipp: Auch im Hochsommer eine Jacke einpacken – oben hat's Gletscherluft. Und früh starten, dann ist die Fernsicht am klarsten.
Ein Ausflug wie ein Film: Zuerst geht es mit dem Transferbus los, dann folgt der Lärchwand-Schrägaufzug – Europas größter offener Schrägaufzug, der mit einer Spurweite von 8,2 Metern zudem das weltweit größte personenbefördernde Schienenfahrzeug ist. An der steilsten Stelle überwindet er eine extreme Steigung von 81 % und bewältigt auf einer Länge von 820 Metern insgesamt 431 Höhenmeter. Schließlich erreichen Sie nach einer weiteren Bus-Etappe die spektakulären Hochgebirgsstauseen Mooserboden und Wasserfallboden auf über 2.000 Metern Seehöhe, eingebettet in die imposante Bergwelt der Dreitausender.
Auf einer Länge von 320 Metern und in einer Tiefe von bis zu 32 Metern entfaltet sich in der Sigmund-Thun-Klamm ein faszinierendes Naturschauspiel im Gemeindegebiet von Kaprun. Über Jahrtausende hinweg hat sich die vor allem von Gletscherschmelzwasser aus den Hohen Tauern gespeiste Kapruner Ache ihren Weg durch das Gestein des Kapruner Tals gebahnt. Fest verankerte, hölzerne Stege und solide Brücken führen dich heute sicher direkt an den steilen Felswänden entlang und über das tosende, unbändige Wasser hinweg.
¡ THE GANG-Tipp: Gleich zur Öffnung hin, dann gehört dir die Klamm fast allein. Festes Schuhwerk und Regenjacke mitnehmen – die Gischt spritzt ordentlich.
Mit 380 Metern Fallhöhe in drei Kaskaden sind die Krimmler Wasserfälle die höchsten Österreichs und zählen zu den höchsten Europas. Dieses spektakuläre Naturschauspiel liegt am Rande des Ortes Krimml im Nationalpark Hohe Tauern und wird durch die Krimmler Ache gebildet, die in drei gewaltigen Fallstufen – dem oberen, mittleren und unteren Achenfall – hinunterstürzt. Damit gehören sie sogar zu den fünfthöchsten Wasserfällen der Erde.
Der rund 4 Kilometer lange Wasserfallweg, der von der Sektion Warnsdorf/Krimml des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) gepflegt wird, führt dich stufenweise nach oben, immer entlang der donnernden Kaskaden. Der in Serpentinen angelegte Aussichtsweg bietet zahlreiche Kanzeln und Aussichtspunkte, die dir spektakuläre Ausblicke auf die tosenden Wassermassen ermöglichen und dich hautnah an die unbändige Kraft des Wassers heranbringen. Während der Zugang bis zum Kürsingerplatz behindertengerecht gestaltet ist, sollten Besucher für den kompletten Aufstieg bis zum obersten Wasserfall eine Gehzeit von etwa 1,5 Stunden sowie etwas Kondition und gutes Schuhwerk mitbringen. Der Weg ist von Mitte April bis Ende Oktober geöffnet und gebührenpflichtig.
Ein besonderes Highlight im Sommer: In den Monaten Juni und Juli führen die Fälle durch die Schneeschmelze die größte Wassermenge, was den feinen Sprühregen zu einer willkommenen Abkühlung macht. Dieser Sprühnebel hat zudem eine nachgewiesene gesundheitliche Wirkung und gilt als anerkanntes Naturheilmittel, das besonders Asthmatikern und Allergikern beim freien Aufatmen hilft. Direkt am Fuße der Wasserfälle laden die interaktiven Krimmler WasserWelten mit einem modernen Besucherzentrum und einem Wasserpark zum spielerischen Experimentieren und Staunen ein.
Motor an, Fenster runter: 48 Kilometer, 36 Kehren, hinauf zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit Blick auf Österreichs höchsten Berg. Einer der legendärsten Roadtrips der Alpen. Die Großglockner Hochalpenstraße verbindet als hochalpine Gebirgsstraße Salzburg und Kärnten und durchquert dabei vom Tal bis zum höchsten Punkt vier Vegetationsstufen.
Auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe befinden Sie sich auf 2.369 Metern Seehöhe hoch über dem Pasterzen-Gletscher – dem größten Gletscher der Ostalpen – und auf Augenhöhe mit dem 3.798 Meter hohen Großglockner. Dieser Aussichtspunkt in den Hohen Tauern wurde nach dem historischen Besuch des Kaiserpaares Franz Joseph I. und Elisabeth im Jahr 1856 benannt. Während der Kaiser bis zum Eis wanderte, blieb Sisi an einem Platz, der heute als „Elisabethruhe“ bekannt ist. Aber auch Sportbegeisterte kommen voll auf ihre Kosten: Der anspruchsvolle Anstieg über die mautpflichtige Straße ist bei Radsportlern als eine der schwierigsten und längsten Strecken Österreichs bekannt und überbrückt über 1.100 Höhenmeter.
Die Kaiser-Franz-Josefs-Höhe ist zudem ein idealer Ausgangspunkt für unvergessliche Wanderungen. Der Kaiser-Franz-Josef-Panoramaweg führt zur Aussichtswarte „Nationalpark Kristall Großglockner“, an der man mit etwas Glück Murmeltiere, Steinböcke oder Adler beobachten kann. Wer direkt zum ewigen Eis möchte, kann den gesicherten alpinen Gletscherweg nutzen, der in rund 30 Minuten bergab zur Pasterze führt; für den Rückweg nach oben sollte eine Stunde eingeplant werden. Für erfahrene Weitwanderer startet hier außerdem die erste Etappe des bekannten Alpe-Adria-Trails, der über 43 Etappen hinweg Österreich, Slowenien und Italien miteinander verbindet.
¡ THE GANG-Tipp: Mittags stehen die Busse, morgens steht nur das Panorama. Glockner ist ein Vormittags-Ausflug.
Der größte Nationalpark der Alpen liegt praktisch vor der Tür: Dreitausender, Gletscher, Wasserfälle, Steinadler und Murmeltiere. Und wenn die Wolken hängen, ist die Erlebnisausstellung Nationalparkwelten in Mittersill der perfekte Plan B. Auf einer Fläche von 1.800 m² bietet das modernisierte Ausstellungszentrum eine faszinierende alpine Erlebniswelt mit zehn neu konzipierten Erlebniswelten auf drei thematischen Ebenen. Entdecken Sie die Natur mit allen Sinnen durch spektakuläre Attraktionen wie das 360°-Panoramakino inklusive einer neuen Filmreise ins „Wildnisgebiet Sulzbachtäler“, das Adlerflug-Panorama oder das interaktive 3D-Erlebniskino. Die Ausstellung bringt die einzigartige alpine Welt rund um den Großglockner (3.798 m), weitere 266 Dreitausender und über 342 Gletscher unter ein Dach. Die Nationalparkwelten sind barrierefrei zugänglich und bequem in rund 10 Minuten Fußweg vom Bahnhof Mittersill über die Pinzgauer Lokalbahn erreichbar.
Du musst nicht ins Auto steigen, um zu starten – unsere Base liegt am Schloßplatz 2, direkt im historischen Kern der autofreien Altstadt. Hier triffst du auf nostalgischen Charme gepaart mit mondänen Shopping- und Gastronomieerlebnissen. Das Angebot in den von Schaufenster zu Schaufenster einladenden Gassen lässt kaum Wünsche offen: Von traditionsreichen, familiengeführten Handwerksbetrieben über feine Boutiquen mit Trendmarken und nachhaltiger Mode bis hin zu großen Sportshops mit topaktueller Rad-, Wand- und Wintersportausrüstung ist alles vorhanden. Für den kulinarischen Genuss sorgen kleine Läden mit Delikatessen und regionalen Spezialitäten wie Käse, hausgemachter Marmelade oder fruchtigem Likör. Brunnen am Stadtplatz, gemütliche Cafés, erstklassige Restaurants, lebhafte Bars und das örtliche Casino machen das Zentrum zum perfekten Tummelplatz für Urlaubsgäste bei Tag und Nacht. Der Shopping-Loop dauert genauso lange, wie du willst, und im Sommer verwandelt sich der Stadtplatz freitags sogar in eine Genussmeile voller regionaler Köstlichkeiten beim Wochenmarkt.
¡ THE GANG-Tipp: Lass den Altstadt-Bummel an unserer Bar ausklingen. Cocktails, chillige Beats und die besten Geschichten des Tages.
Kultur zwischen zwei Espressi: Der Vogtturm zählt zu den ältesten Gebäuden der Stadt – sechs Stockwerke Geschichte mit interaktiven Stationen, auch bei Regen ein Volltreffer. Nebenan die Pfarrkirche St. Hippolyt: romanischer Kern, gotische Erweiterung, freigelegte Fresken.
Kapruns Berg für die ganze Familie. Für alle, die Adrenalin suchen, bietet der Maisiflitzer – eine rasante Alpine Coaster voller Jumps, Wellen und Kreisel – eine packende Abfahrt ins Tal. Auf dem Gipfel erwarten dich gemütliche Almhütten und spannende Erlebniswege.
Dicke Mauern aus dem 12. Jahrhundert und ein genialer Blick über den gesamten Ort. Am besten planst du deinen Besuch, wenn dort ein Event oder ein Konzert stattfindet – das macht aus der klassischen Sehenswürdigkeit ein echtes Abendprogramm.
Die wildere, weniger überlaufene Schwester der Sigmund-Thun-Klamm. Ein beeindruckendes Naturschauspiel am Rande des Nationalparks Hohe Tauern, wo sich die Rauriser Ache über Jahrtausende ihren Weg durch den Kalkschiefer gebohrt und spektakuläre, meterhohe Felswände geformt hat. Tosende Wassermassen, idyllische Buchten, gut gesicherte Holzstege und Brücken erwarten dich hier – und im Vergleich zu anderen Hotspots deutlich mehr Ruhe. Auf dem rund 1,5 bis 1,7 Kilometer langen Rundweg bewältigst du einen Höhenunterschied von etwa 100 Metern und wanderst dabei auch durch den historischen Ritzstollen, den Bergknappen bereits im Jahr 1553 auf der Suche nach Gold in den Fels geschlagen haben. Ein absolutes Highlight für Familien und all jene, die Nervenkitzel mit einem faszinierenden Naturdenkmal verbinden möchten.
Lust auf City-Kontrast? Die Mozartstadt ist rund 85 Kilometer entfernt – gut eine Stunde mit dem Auto, bequem auch per Zug. UNESCO-Altstadt, Festung Hohensalzburg, Kaffeehaus.
Gipfel am Vormittag. See am Nachmittag. Spa am Abend. Bar, wenn der Tag noch nicht fertig ist. Zell am See ist keine Sehenswürdigkeit, die man abhakt – es ist eine Region, die man auskostet. Dafür brauchst du eine Base, die mittendrin steht. ¡Wir haben da was für dich!
Wir liegen am Schloßplatz: Altstadt vor der Tür, See in sechs Minuten, zwei Skilifte in fünf.